Offenbach News

12.06.2019

Köln, Region, Paris: Jacques Offenbach auf allen Bühnen, in allen Ohren und in aller Munde.

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Im Mai...

….beeindruckte das Landesjugendorchester NRW im Leverkusener Erholungshaus mit „À la Française” – ein Cellokonzert aus der Feder von Jacques Offenbach, das höchste Ansprüche stellt, schließlich galt Offenbach zu seiner Zeit nicht umsonst als einer der größten Cellovirtuosen. Die spektakulären musikalischen Effekte sorgten im Publikum am 5. Mai für Begeisterung, gilt doch das Concerto Militaire als das am schwersten zu spielende Cellowerk von Offenbach. Solist Bruno Philippe überzeugte am Violoncello unter Dirigent Sebastian Tewinkel

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… riss jugendlicher Schwung bei einer Offenbach-Revue im Humboldt-Gymnasium das zahlreiche Publikum mit. Eine von den Schülern des Musikzweigs des Gymnasiums und der Rheinischen Musikschule selbst erfundene Geschichte wurde am 16. Mai mit verschiedenen Solisten und Ensembles umgesetzt. Das Ergebnis war ein buntes, amüsantes und schmissiges Kaleidoskop aus Offenbachs vielen Kompositionen. Schulministerin Yvonne Genauer war so begeistert, dass sie die Schüler zu sich ins Ministerium einlud

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… stand zudem eine Reise nach Paris auf dem Programm, ging doch der gebürtige Kölner Offenbach schon mit 14 Jahren in die Musik-Metropole an der Seine, um seine weltweite Karriere zu starten. Um an den deutsch-französischen Musiker zu erinnern, reiste am 18. und 19. Mai eine große Kölner Delegation nach Paris. Anlass war der „Charivari“, ein traditioneller Quartierskarneval im Stil des 19. Jahrhunderts im 9. Arrondissement – also in genau dem Viertel, in dem Offenbach sein gesamtes Pariser Leben verbrachte. Angeführt wurde die Kölner Delegation von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, auf der französischen Seite von der Bürgermeisterin des 9. Arrondissements Delphine Bürkli. Die Roten Funken trugen den Kölner Karneval in die Straßen der französischen Hauptstadt, die Sänger und Musiker der Hochschule für Musik und Tanz verzauberten mit der Revue „Paar de deux“ in der ehrwürdigen Fondation Dosne-Thiers des Institut de France, und im prächtigen Rathaus des 9. Arrondissements wurde die erfolgreiche Wanderausstellung des Kölnischen Stadtmuseums zu Jacques Offenbach eröffnet. Einen ausführlichen Reisebericht mit vielen deutsch-französischen Eindrücken finden Sie hier hier.

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.... traf sich auf Initiative der Kölner Offenbach-Gesellschaft eine Expertenrunde zum Thema „Das lange Miteinander zwischen Juden und Christen in Köln“. Weihbischof Rolf Steinhäuser, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische  Zusammenarbeit,  Prof. Jürgen Wilhelm und Dr. Christiane Twiehaus vom MiQua gaben einen groß angelegten Überblick von den Anfängen im Mittelalter, über die Neuansiedlung, die Shoa, die Zeit nach 1945 bis hin zur Gegenwart. Ein historisch wertvolles Buch haben die MiQua-Freunde dem zukünftigen Museum zum Geschenk gemacht: eine sogenannte Pessach-Haggada, sie enthält die biblische Erzählung über den Auszug des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei, dazu rituelle Anweisungen und Lieder für den Vorabend des jährlichen Festes zur Erinnerung an die Befreiung. Autor der 1838 in Köln erschienenen Ausgabe ist Isaac Offenbach, damals Kantor der Jüdischen Gemeinde in Köln und Vater des berühmten Komponisten Jacques Offenbach. Künftig wird jetzt auch die Geschichte der Kölner Familie Offenbach einen festen Platz im MiQua finden. Darüber sind wir sehr stolz und erfreut. Das hochspannende Gespräch können Sie ab dem 17. Juni hier sehen.

Offenbach und die Frauen...

Im Juni....

... widmeten wir uns in unseren Offenbach-Gesprächen dem noch allzu wenig beachteten Thema „Emanzipierte Frauenrollen bei Offenbach“. Jacques Offenbachs Operetten brachten im 19. Jahrhundert nicht nur musikalische Neuerungen auf die Bühne – auch in Sachen Emanzipation bewies der Komponist großen Mut. Welchen Freiraum Frauen auf der Bühne Offenbachs genossen und was Künstlerinnen auch heute einfordern, diskutieren im Jubiläumsjahr die Kabarettistin Anka Zink, Birgit Meyer, Intendantin der Oper Köln, der Offenbach-Experte und Berliner Verleger Frank Harders-Wuthenow und Stephan Grünewald, Psychologe und Autor zur Rollendiffusion bei Frauen. Zu hören und zu sehen: WDR3 und in unserem Videokanal.

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Und wie geht’s weiter?

Weitere Höhepunkte im Offenbach-Festivals sind: Die Eigenproduktionen der Kölner Offenbach-Gesellschaft am 16. Juni ZUHAUSE BEI FAMILIE OFFENBACH und am 20. Juni die Geburtstagsparty für den großen Komponisten ab 15.00 Uhr auf den Offenbach-Platz. Diese Veranstaltungen sind bereits ausverkauft.

Am 25. Juni gibt es im MAKK eine interessante Perspektive auf die beiden Brüder Jacques und Jules mit der Kabarettistin Tina Teubner und den beiden Musikern Ben Süverkrüp und Davit Melkonyan. Hierfür gibt es noch Karten über Köln Ticket.

Am 18. Juni hält Kardinal Woelki einen Vortrag über die katholische Sicht auf den Humor. Das Jugend-Sinfonie Orchester aus Tel Aviv ist am 23. Juni um 11 Uhr zu Gast in Köln. Diese beiden Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt im WDR statt.


Zum Veranstaltungskalender geht es hier:

https://www.yeswecancan.koeln/veranstaltungen

Homepage: www.yeswecancan.koeln

Veranstaltungsbilder: ©ChristinavonRichthofen,©Kay-Uwe Fischer,©Offenbach-Gesellschaft

 

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Offenbach-News I vom 27.11.2018

Offenbach-News II vom 19.12.2018

Offenbach-News III vom 30.01.2019

Offenbach-News IV vom 07.03.2019

Offenbach-News V vom 16.04.2019