Jacques Offenbach-Festival
9.–27.06.2019

Piff! Paff! Puff!

Köln lässt es im Geburtstagsmonat Juni so richtig krachen. Und den Startschuss gibt dabei niemand Geringeres als die uniformbesessene „Großherzogin von Gerolstein“ in der Kölner Oper. Dieses Highlight eröffnet das Kölner Offenbach-Festival am 9. Juni 2019. In über 30 Veranstaltungen feiert die Stadt ihren berühmten Sohn mit Konzerten, Oper, Tanz, Straßentheater, Diskussionen und Lesungen - ob in den schönsten Sälen der Stadt oder draußen und bei freiem Eintritt. Bis zum 27. Juni 2019 stehen bekannte Hits, unbekannte Entdeckungen und selten gespielte Einakter Offenbachs auf dem Programm des Festivals, präsentiert und organisiert von der Kölner Offenbach Gesellschaft.

Hier ein erster Überblick …

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Juni 2019


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JULES & JACQUES - Konzert mit Lesung

- Museum für Angewandte Kunst - An der Rechtschule, 50667 Köln

Zwei Kölner bevölkern die Welt – Konzert mit Lesung

Ein vierzehnjähriger Junge an der Hand seines achtzehnjährigen Bruders in einer gigantischen Stadt.Jakob und Julius aus Köln. Es ist Winter, aber die Stadt feiert, als ob Sommer wäre. Man tanzt, man isst, man besäuft sich mit Glück – und weder Jakob noch Julius wissen, wie man in der Sprache dieser Stadt ein Glas Wasser bestellt. Die Stadt heißt Paris, eine Art Düsseldorf, nur größer und ohne braunes Bier. Paris ist reich, laut und großspurig. Aber die Jungen aus Köln werden sich dort einrichten, sie werden Musiker werden, werden sich Jacques und Jules nennen, Familien gründen, Franzosen werden. Jacques wird den Parisern den Soundtrack zu ihrem Lebensgefühl liefern, und er wird bei der Gründung von Opernhäusern und der Errichtung von Spielstätten ein Tempo vorlegen, von dem die Kölner heute nur träumen können.
47 Jahre später wird Jules Jacques’ Tod beweinen und wissen, dass er selber nur noch sechs Tage zu leben hat. Sechs sinnlose Tage ohne diesen Bruder, den er wie keinen geliebt hat, obwohl er allen Grund gehabt hätte, neidisch auf ihn zu sein.

Kammermusik und Literatur
Eine Kabarettistin, ein Cellist, ein Pianist, Kammermusik und eine packende Geschichte: Mehr braucht es nicht für einen großen Abend – einen Abend voller Intensität, Humor, Enthusiasmus und Glück. Die Kabarettistin Tina Teubner, der Cellist Davit Melkonyan und der Pianist und Autor Ben Süverkrüp schaffen eine Verbindung zweier Welten: Jacques Offenbachs Werke für Violoncello und Klavier, aufs Engste verwoben mit einer Erzählung, die Ben Süverkrüp eigens für diesen Abend schreibt. Alle drei sind in ihren Metiers mit namhaften Preisen geehrt worden. Alle drei lieben es, wenn die großen Themen mit jener Leichtigkeit verhandelt werden, die das Kabarett kennt. Wenn Humor der Erkenntnis verpflichtet ist. Sie haben den Anspruch, klassische Kammerkonzerte mit derselben Genauigkeit zu inszenieren wie große Theaterabende.

Tina Teubner
Studierte Geigerin. Bezeichnet sich selber als begnadete Melancholikerin mit ausgeprägter Tendenz zu humor- vollen Lösungen. Als Musikkabarettistin bereist sie seit vielen Jahren den deutschen Sprachraum, tritt auf allen einschlägigen Kleinkunstbühnen auf und ist regel- mäßiger Gast in Radio und Fernsehen (»Die Anstalt«, »Ladies Night«, »Mitternachtsspitzen« usw.) — fest entschlossen, ihr Publikum mit Liedern, Kabarett und Unfug zu beglücken und wachzurütteln. 14 eigene Programme wurden mit Preisen überhäuft (u.a. Dt. Kleinkunstpreis 1999 und 2010, Dt.
Kabarettpreis 2001).
»Tina Teubner war, ist und bleibt die aufregendste, nachhaltigste und unterhaltsamste Frau der
deutschen Kleinkunstszene.« (HSA)

Davit Melkonyan,
geboren in Erwian (Armenien), verkörpert die Violoncello-Tradition des 19. Jahrhunderts wie kaum ein zweiter. Er war 2012 Artist in Residence des Deutschlandfunks, er ist Preisträger des Internationalen Bach-Wettbewerbs ebenso wie des Premio Bucchi (Rom), der der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet ist. Zu seinen Föderern gehört Reinhard Goebel ebenso wie Helmut Lachenmann, Walter Levin und Christophe Coin. Wissenschaftlich fundiertes Wissen über die historische Aufführungspraxis verbindet er mit einem höchst inspirierten, virtuosen Spiel, das das Paris Offenbachs hier und heute wieder aufleben lässt.
»Der historischen Musikpraxis verbunden, findet Melkonyan zu sehr sprechender, klanglich äußerst differenzierter Tongebung.«(Aachener Zeitung)

Ben Süverkrüp,
Sohn des Malers und Liedermachers Dieter Süverkrüp und einer der vielseitigsten Pianisten seiner Generation. Als studierter Komponist und Pianist (Folkwang Hochschule Essen), Preisträger im Bundeshochschulwettbewerb, langjähriges Mitglied des Quatuor Attaque ist er in der Welt der großen klassischen Musik zuhause. Als fester Bühnenpartner von Tina Teubner kennt und liebt er die Welt des Kabaretts und der intelligenten Unterhaltung. Und als Autor ist er immer auf der Suche nach jenem Glück, das entsteht, wenn diese beiden Welten einander berühren. Als in Düsseldorf geborener Kölner fühlt er sich dem Exilanten Offenbach besonders verbunden.

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